Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Ihre Geburt in der Henrike

Rund um die Geburt und die weitere Versorgung im DIAKOVERE HENRIKE Mutter-Kind-Zentrum Henrike AUF DER BULT erreichen uns viele Fragen. Damit Sie schnell Antworten finden, haben wir die wichtigsten Themen hier übersichtlich für Sie zusammengestellt. Die Informationen werden laufend ergänzt und aktualisiert, sobald es Neues gibt.

Anmeldung & Organisation

Gilt meine Anmeldung im Henriettenstift auch für die Henrike?

Ja. Alle bereits im Henriettenstift (Kirchrode) vorgenommenen Geburtsanmeldungen ziehen automatisch mit in die Henrike um. Eine erneute Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wann sollte ich mich zur Geburt anmelden?

Bei unkompliziertem Verlauf empfehlen wir die Anmeldung zwischen der 30. und 34. Schwangerschaftswoche. Bei Risiken oder Auffälligkeiten jederzeit früher. Auch ohne Anmeldung werden Sie jederzeit aufgenommen.

Räumlichkeiten & Ausstattung

Kann man den Kreißsaal oder die Henrike besichtigen?

Direkt zur Eröffnung ist eine Besichtigung leider nicht möglich, da für uns zunächst der sichere Umzug und das Ankommen im neuen Mutter-Kind-Zentrum im Vordergrund stehen. Sobald sich der Betrieb eingespielt hat, prüfen wir Möglichkeiten für Führungen oder andere Einblicke und informieren Sie rechtzeitig darüber.

Wie sind die Kreißsäle ausgestattet?

In der Henrike stehen neun modern gestaltete Kreißsäle zur Verfügung. Alle Räume haben eine eigene Nasszelle und sind so eingerichtet, dass sich werdende Eltern wohlfühlen können. Zwei Kreißsäle sind mit Gebärwannen ausgestattet, eine weitere Entspannungswanne dient der Schmerzlinderung in der Eröffnungsphase.
Zusätzlich gibt es Hilfsmittel wie Gebärhocker, Pezzibälle, Matten oder Seile, die verschiedene Positionen unterstützen. Mobile CTG-Geräte ermöglichen eine flexible Überwachung, auch während einer Wassergeburt. Jeder Kreißsaal bietet so vielfältige Möglichkeiten, individuell auf die Bedürfnisse der Gebärenden einzugehen.

Wo kann ich parken, wenn ich zur Geburt komme?

Die Parksituation auf der Bult ist angespannt. Es stehen Parkplätze zur Verfügung, allerdings sind diese begrenzt und teilweise stark frequentiert. Wir empfehlen Ihnen, ausreichend Zeit für die Parkplatzsuche einzuplanen. Kurzzeitparkplätze für werdende Eltern sind vorhanden (sogenannte „Storchenparkplätze“). Für Sprechstundentermine und geplante Besuche vor Ort empfehlen wir die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Stadtbahnlinie 6, Haltestelle „Kinderkrankenhaus auf der Bult“).

Gibt es Familienzimmer?

Auf unserer Wochenbettstation gibt es 35 Zweibett-Zimmer, die je nach Belegung auch als Familienzimmer genutzt werden können, d.h. der/die Partner*in kann gemeinsam mit Mutter und Kind in einem Zimmer übernachten. Hierfür entstehen zusätzliche Kosten. Bitte beachten Sie, dass die Aufnahme von Geschwisterkindern auf versicherungstechnischen Gründen nicht möglich ist. Sie können ein Familienzimmer nicht vorab buchen, bitte geben Sie Ihren Wunsch bei Ihrer Aufnahme im Kreißsaal an.

Geburt & Ablauf

Darf eine Begleitperson bei der Geburt dabei sein?

Ja. Eine Begleitperson – meist Partner*in oder eine andere vertraute Person – darf ab Beginn der Wehen mit in den Kreißsaal. Ein Wechsel während der Geburt sollte vermieden werden, damit die kontinuierliche Unterstützung gewährleistet ist. Die Begleitperson kann aktiv unterstützen, zum Beispiel durch Atmung, Massagen oder einfach durch das Dasein. Auch das Durchtrennen der Nabelschnur ist in vielen Fällen möglich.
Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in unserer Podcastfolge „Begleitperson im Kreißsaal“

Nabelschnur, Plazenta & Nabelschnurblut

Wird die Nabelschnur auspulsiert?
Ja, das ist Standard. Ausnahmen gibt es nur bei medizinischen Notfällen oder bei einer Nabelschnurblutspende.

Kann ich Nabelschnurblut spenden oder einlagern?
Eine Spende ist kostenfrei und hilft anderen. Eine private Einlagerung ist kostenpflichtig. Für die Spende ist ein Auspulsieren nicht möglich.

Wer darf die Nabelschnur durchtrennen?
Meist die Begleitperson – außer beim Kaiserschnitt oder wenn medizinisch anderes erforderlich ist.

Wie lange warten Sie auf die Plazentageburt?
In der Regel bis zu 30 Minuten, sofern Mutter stabil ist. Bei stärkerer Blutung handeln wir schneller.

Welche Möglichkeiten der Schmerzerleichterung stehen zur Verfügung?

Bei uns stehen vielfältige Optionen zur Verfügung – von natürlichen Methoden bis hin zu medikamentöser Unterstützung:
Natürliche Maßnahmen: warmes Bad in der Entspannungs- oder Gebärwanne, Bewegung, Massagen, Akupunktur, Entspannungsübungen.
Medikamentöse Optionen: leichte Schmerzmittel, Lachgas, bis hin zur Periduralanästhesie (PDA).
Aufklärung: Die Aufklärung über Schmerzmittel und PDA kann bereits im Vorfeld erfolgen – etwa in der Hebammen- oder Anästhesiesprechstunde. Sie ist aber auch während der Geburt möglich, wenn spontan der Wunsch entsteht.

So kann jede Frau individuell entscheiden, welche Form der Unterstützung sie in Anspruch nehmen möchte.
Mehr dazu erfahren Sie in unserer Podcastfolge „Schmerzarme Geburt durch eine PDA? Optionen, Risiken, Alternativen“

Welche Geburtspositionen sind möglich?

Die Geburt kann in vielen verschiedenen Positionen stattfinden. Ob im Vierfüßlerstand, hockend, sitzend, liegend, stehend oder in der Gebärwanne – es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Wichtig ist, dass die Position für die Gebärende angenehm ist und den Geburtsverlauf unterstützt.
Unsere Hebammen beraten, welche Haltung in den unterschiedlichen Phasen der Geburt hilfreich sein kann, und begleiten intuitiv gewählte Positionen. Methoden wie Hypnobirthing oder andere Techniken, die die Gebärende für sich gewählt hat, werden von unserem Team unterstützt. Mehr dazu erfahren Sie in unserer Podcastfolge „Geburtspositionen“

Wann wird eine Geburt eingeleitet?

Grundsätzlich gilt: Wir lassen der Natur so viel Raum wie möglich. Wenn es keine medizinischen Gründe gibt, warten wir in der Regel 7–10 Tage nach dem errechneten Termin (ET) auf den spontanen Geburtsbeginn.
Eine frühere Einleitung wird nur dann empfohlen, wenn das für Mutter oder Kind sicherer ist, etwa aufgrund von Vorerkankungen oder Auffälligkeiten beim ungeborenen Kind.
Die Entscheidung für eine Einleitung wird immer individuell getroffen. Vorab besprechen wir gemeinsam mit den Eltern alle Optionen, den Ablauf und mögliche Methoden – von medikamentösen Verfahren bis hin zu mechanischen Methoden. Unser Ziel ist dabei stets, Mutter und Kind einen sicheren Rahmen zu geben und gleichzeitig so viel Natürlichkeit wie möglich zu bewahren.

Nach der Geburt auf der Wochenbettstation

Was passiert nach der Geburt?

Direkt nach der Geburt hat das Bonding oberste Priorität: Das Baby wird sofort auf die Brust der Mutter gelegt, abgetrocknet und eingekuschelt. Mehr dazu in unserer Podcastfolge „Das Bonding – eine ganz besondere Verbindung“.
Die erste Untersuchung (U1) findet meist etwa eine Stunde nach der Geburt statt, nachdem Mutter und Kind in Ruhe Zeit füreinander hatten. Etwa zwei Stunden nach der Geburt erfolgt die Verlegung auf die Wochenbettstation. Der Aufenthalt im Krankenhaus dauert in der Regel 2–3 Tage nach einer Spontangeburt und 3–4 Tage nach einem Kaiserschnitt – abhängig vom individuellen Verlauf. Mehr dazu in unserer Podcastfolge „Was passiert auf unserer Wochenbettstation?“

Für das Baby sind Kleidung, Windeln und alle notwendigen Utensilien vorhanden. Eltern sollten lediglich eine Kliniktasche mit persönlichen Dingen packen – am besten zwischen der 32. und 34. Schwangerschaftswoche. Auch Kolostrum kann mitgebracht und beschriftet bei uns gelagert werden. Mehr dazu in unserer Podcastfolge „Was gehört in die Kliniktasche?“

Besuche sind auf der Wochenbettstation möglich. Geschwisterkinder dürfen ihre Familie dort willkommen heißen, nicht jedoch im Kreißsaal.

Wann dürfen Besucher*innen auf die Station?

Die Begleitperson (z. B. Partner*in) darf in der Regel von 8.00 bis 20.00 Uhr bei Mutter und Kind sein – während der Geburt selbstverständlich auch darüber hinaus. Für weitere Angehörige (max. fünf Personen pro Patientin) gilt eine tägliche Besuchszeit am Nachmittag von 15.00 bis 18.00 Uhr. Geschwisterkinder dürfen auf die Wochenbettstation, nicht jedoch in den Kreißsaal.

Welche Unterstützung erhalte ich beim Stillen?

Stillen ist für Babys die bestmögliche Ernährung – jederzeit verfügbar, perfekt temperiert und reich an wichtigen Nährstoffen und Antikörpern. Unsere Hebammen und Stillberater*innen begleiten euch von Beginn an: Bereits kurz nach der Geburt wird das Anlegen unterstützt. Auch nach einem Kaiserschnitt fördern wir Bonding und frühes Stillen.
Wir helfen bei allen Fragen, auch bei Stillproblemen wie Milchstau oder wunden Brustwarzen. Auf der Wochenbettstation stehen zudem Stillzimmer für Rückzug und Ruhe zur Verfügung. Mehr Infos dazu erfahren Sie auch in unserer Podcastfolge „Das Stillen – Babys erste Nahrung“

Kann die U2 während des Klinkaufenthaltes erfolgen?

Die U1 findet kurz nach der Geburt im Kreißsaal statt und dient der ersten Überprüfung der Vitalfunktionen und des allgemeinen Zustands des Babys. Die U2 ist eine umfassendere „Basisuntersuchung“ und wird von den Kinderärzt*innen der BULT durchgeführt. Sie findet ab 48 Stunden nach der Geburt statt und überprüft sowohl die körperliche als auch die neurologische Entwicklung des Kindes. In der Regel erfolgt die U2 während des Klinikaufenthalts. Sollten Sie die Klinik schon früher verlassen wollen, kann die Untersuchung auch in Ihrer Kinderarztpraxis stattfinden.

Stand: September 2025

PODCAST „GEBURTSKANAL“

Aktuelles aus der HENRIKE – Auf unserem GeburtsKanal gibt es viele spannende Themen rund um die Schwangerschaft, die Geburt und das Wochenbett. Lernt unsere lieben Mitarbeiterinnen aus der DIAKOVERE HENRIKE kennen und erfahrt Tipps, Tricks und Infos direkt von unseren Hebammen, Ärztinnen, der Ultraschallambulanz und unseren Pflegenden. Der Podcast für den besten Start ins Leben. Überall da, wo es Podcasts auf die Ohren gibt.

Illustration einer schwangeren Person mit einem Herz auf dem Bauch. Sie wirbt für eine Podcast-Folge mit dem Titel „Tage nach der Geburt“ vom 20. Juni. Der Hintergrund ist rot, und ein Spotify-Button ist sichtbar. Die Folge dauert 37:17 Minuten.