Weltfrühchentag – Eine Geschichte, die Mut macht

Jedes Jahr kommen in Deutschland viele Kinder zu früh zur Welt. Die Frühgeborenenrate liegt seit Jahren bei 7,3 Prozent – das bedeutet: Etwa eins von dreizehn Kindern ist ein Frühchen. 2024 waren das rund 49.430 Babys. Besonders kritisch sind die ganz frühen Wochen: Über 9.600 Kinder kamen vor der 32. Woche zur Welt, mehr als 4.100 sogar vor der 28. Schwangerschaftswoche.

Wir zeigen euch die Geschichte von Mathilda, die mit 24+3 Wochen und nur 670 Gramm vor drei Jahren bei uns geboren wurde. Sie ist eines dieser Kinder – und ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie stark Frühgeborene sein können und wie wichtig eine gute Versorgung ist.

Mathildas Start war ein Notfall: Eine Plazentaablösung führte unerwartet zum Kaiserschnitt. Auf der Neonatologie vom Kinder- und Jugendkrankenhaus AUF DER BULT erhielt sie Atemhilfe, Wärme und eine Ernährung über Sonde und Infusion. Schritt für Schritt hat sie gelernt, selbst zu atmen, sich warmzuhalten und zu trinken.

Besonders entscheidend war die Nähe ihrer Eltern. Körperkontakt, also das Bonding, wirkt für Frühchen wie ein Medikament – er stabilisiert Atemrhythmus, Herzschlag und vermittelt Sicherheit.

Nach 120 Tagen durfte Mathilda nach Hause. Mit ihrer Geschichte möchten wir am Weltfrühchentag Mut machen und zeigen, wie viel Frühgeborene leisten – und wie eng Medizin, Pflege und Eltern bei uns in der HENRIKE zusammenarbeiten, damit ein guter Start ins Leben gelingt.